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Wenn der Kopf ins Herz rutscht

Wunder machen aus Schmerz - Freude, verwandeln ein Problem in eine Lösung oder eine Krankheit in Heilung und zwar auf eine Weise, die nicht wirklich mit dem Verstand nachvollziehbar sind.

Ich liebe Wunder – weil sie alle Hinweise und irgendwie Beweise sind, dass es tatsächlich so etwas wie eine Führung, eine Quelle, einen Gott und seine Engel gibt. Nennt es wie ihr wollt. Aber da ist tatsächlich etwas Unerklärbares, etwas Großes - es fühlt sich sicher und gut an und vermehrt die Freude, das Vertrauen und die Liebe in mir und in dir.

 

Und ein solches Wunder will - ja muss ich jetzt einfach mit dir teilen. Es ist mir letzte Woche passiert:

 

Ich war schon eine Weile unglücklich in meiner Beziehung. Ständig erwog ich deshalb seit Wochen, das eine Trennung wahrscheinlich besser wäre. Ich hatte tausend „vernünftige“ Gründe dies zu tun und hielt vor allem die fehlende Tiefe und Oberflächlichkeit nicht mehr aus.

Am Ende zweifelte ich gar – überhaupt beziehungsfähig zu sein und dass es wohl besser wäre, als Eremit zu leben... Ständig diese inneren Schmerzen, ständig dieser vorgehaltene Spiegel – schrecklich!

 

Und dann sprach ich sie aus, meine Trennung.

Ich erwartete nichts mehr von dieser Beziehung, zog mich in mich zurück und litt 2 Wochen Höllenqualen– Schmerzen - die auf und ab ebbten - und ein richtig spürbares Herzbrennen, was in meinen gesamten Oberkörper brannte.

 

Aber der Kopf wusste einfach, dass es so nicht weiter gehen kann.

Was mir leid tat, war meine Partnerin. Ich dachte, wenn es mir so weh tut, wie mag es dann ihr gehen – die sich ja auch gar nicht trennen wollte?

 

Eine Bekannte äußerte – dass sie es seltsam fände, dass ich litt, da ich mich ja getrennt hätte.

Zwar kenne ich auch Trennungen aus vorherigen Partnerschaften, die eher Erleichterung in mir auslösten, aber es war doch jedesmal anders. Und diesmal tat es halt weh. (Ich glaube, dass hinter der Meinung, dass nur der „Verlassene“ ein Recht auf Trauer hat, Ängste stecken, selbst verlassen zu werden bzw. verlassen zu müssen, wenn es sich denn als der einzig richtigen Weg erweist. Derjenige der eine solche Entscheidung trifft, übernimmt lediglich die Verantwortung für die Trennung mehr nicht. Darunter leiden oder sich freuen können beide. Jeder nach seiner Fasson.)

 

Und so suchte ich den Kontakt zu meiner Partnerin. Telefonierte regelmäßig mit ihr – ließ manchmal 1-2 Tage Pause, damit wir uns besser abnabeln konnten und rief wieder an, wenn es sich richtig anfühlte. Was ich währenddessen immer wusste war: dass die Trennung die einzig richtige Entscheidung war! Dazu stand ich 100%. Und das zeigte sich auch bei unserem letzten Treffen, dem persönlichem Gespräch, worum sie mich bat und dem ich gerne zustimmte.

In diesem traurigem Finale zeigte sich, dass wir tatsächlich getrennt waren, innerlich wie äußerlich. Und so ging jeder seiner Wege mit dem Wissen: Das war´s!

 

Aber der Schmerz blieb.

Was ich weder wusste noch ahnte: all dies sollte sich innerhalb 24 Stunden in ein Wunder verwandeln.

Am nächsten Tag - gegen abend - wich zuerst der Schmerz aus meiner Brust.

Und dann war da nur noch Frieden in mir. Ein Frieden wie ich ihn noch nie erlebt hatte.

Ich lächelte.

Und griff zum Handy um sie zu fragen ob wir telefonieren können. Sie bejahte.

 

Und dann ging alles sehr schnell. 1 Stunde später trafen wir uns und waren von da an so verliebt wie nie! Es war und ist schöner noch, als wir uns damals vor 2 ½ Jahren kennenlernten und verliebten.

Es war alles weg, was an Trennung oder Schmerz erinnerte.

Ja es war mir fast peinlich, dass ich gar nicht mehr so recht benennen konnte, warum ich mich überhaupt getrennt hatte.

 

Aber das ist auch nicht mehr wichtig. Alles was ich weiß und fühle ist Liebe. Und Dankbarkeit.

Es fühlt sich so an, als wäre der Kopf ins Herz gerutscht und so in Liebe gebadet und von Liebe durchdrungen.

Und es geht nicht nur mir so. Auch meine Frau erblüht neu! Sie kann dieses Wunder genauso wenig nachvollziehen wie ich. Keine weiß wirklich, was hier eigentlich geschieht, aber es ist der Himmel.

Jetzt – ein paar Tage später versucht mein Verstand immer noch zu ordnen was da eigentlich passiert ist. Und alles was ich sagen kann ist, dass das ein Wunder ist, denn ich kann es nicht erklären.

 

All die Argumente für meine Trennung, sofern ich sie überhaupt noch erinnere, sind fortgespülte, unwichtige Meinungen die ich einmal hatte.

Was bleibt ist Liebe und eine neue Meinung: Wunder gibt es wirklich!

Und die Liebe vermag alles zu heilen, was der Mensch vermurkst.

Alles. Bedingungslos. Jederzeit.

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