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Beziehung in der neuen Zeit - 2 - Die Schere

Wenn ich an Beziehungen denke, kommt mir manchmal das Bild einer Schere in den Sinn.

Sie hat 2 Schenkel, die - etwa in der Mitte - miteinander verbunden sind.

Wenn diese Verbindung gut harmoniert, dann erleben wir diese Beziehung als effektiv und die Bewegung der Schere dabei als erfrischend lebendig.

Ich kenne auch Scheren, bei denen der mittlere Teil schwerfällig ist, weil er vielleicht eingerostet ist. Dadurch geht die Handhabung sehr schwer. Es gibt aber auch Scheren, in der das Verbindungsteil in der Mitte zu locker sitzt. Das ist dann fast noch schlimmer – weil kein vernünftiges Schneiden mehr möglich ist.

 

Wir können das Prinzip der Schere auch auf 2 Menschen übertragen, die miteinander verbunden sind.

Sinn einer Schere ist es ja, sich zu bewegen, schneiden zu können und so zum Kunstwerk „Leben“ beizutragen, auf ganz eigene, kreative Weise.

Das Verbindungsteil in der Mitte könnte man Resonanz nennen. Etwas verbindet uns mit dem anderen Menschen. In einer Liebesbeziehung löst das meistens positive Gefühle aus und man könnte den Eindruck gewinnen, das wir uns – aufgrund dieser Gefühle – füreinander entschieden haben.

 

Dabei laufen im Hintergrund Programme, die diese Resonanzen auslösen.

Es gibt genug Beispiele, von Resonanzen, die im Grunde keinen Sinn machen, aber aus denen wir uns oft schlecht befreien können.

Mich zogen eine Zeitlang ältere Männer an. Mein erster Freund war 40 Jahre älter. Objektiv betrachtet ergibt das keinen Sinn, zumal es für mich echt schwer war, diese Beziehung 3 Jahre lang auszuhalten. Ich suchte nach Liebe und glaubte damals, dass ich sie bekäme, wenn ich diesem Mann seine Sexslust stillte, mit der ich schnell Bekanntschaft machte. Kein Mensch aus meinem Umfeld verstand, warum ich das machte. Und ich auch nicht – weil die Beziehung oft ein Horrortrip für mich war.

 

In anderen Beziehungen trennen sich die Frauen nicht von ihren Männern, obwohl sie geschlagen werden. Das macht auch keinen Sinn, ist aber so, weil da Programme laufen.

 

Resonanzen machen eben keinen Sinn. Wir geben ihnen nur manchmal den Titel: „Liebe“, wenn wir diese mit Sex verbinden.

Wenn wir nun wissen, dass da im Hintergrund Programme laufen, dann könnten wir uns im Grunde jetzt zurücklehnen und beobachten. Dann würden wir sie nach und nach aufspüren können. Aber da bei uns irgendwelche Filme laufen, die uns unsere Programme diktieren, ist es nicht leicht diese Beobachterposition lange zu halten, einfach weil wir zu sehr mit den Personen im Film identifiziert sind.

 

Ich nannte meine Gründe für die Beziehung zu dem älteren Mann eine Weile „Vaterkomplex“.

Meine Mutter hat das mal gesagt – und ich fand den Begriff irgendwann ganz passend.

Ich hatte 5 verschiedene „Väter“ in meiner Kindheit, aber keiner gab mir so wirklich Halt. Mit 16 „verliebte“ ich mich dann in einen 56 Jahre alten Mann und zog zu ihm nach Schweden.

 

Die Programme die im Hintergund liefen könnte man vielleicht: Sehnsucht nach Halt, nach Weisheit, nach Liebe, nach Freiheit nennen, denn ich entfloh damit gleichzeitig auch einer Kindheit, geprägt von Misshandlung und anderen Lieblosigkeiten.

Dieser Mann hatte natürlich auch seine Programme. Einige davon, kamen meinen Programmen sehr nahe – daher die Resonanz, die ich damals Liebe nannte.

Aber es gab auch Programme, die mich abstießen. Dazu gehörte sein starkes Bedürfnis nach Sex.

Für mich war das der „Preis“, der halt zu bezahlen war – für die Sättigung aller anderen Programme, die in mir nach Befriedigung schrien.

Nach 3 Jahren spürte ich plötzlich, dass ich „satt“ war. Ich trennte mich augenblicklich und ich muss ehrlich sagen, dass ich das innerlich feierte! Da fragte ich mich das erste mal, ob das nun wirklich Liebe war.

 

Natürlich gilt dieses Scherenprinzip nicht nur für Liebesbeziehungen, sondern auch für alle anderen Beziehungen unseres Lebens. Nur nennen wir dann die Resonanzen und Programme anders.

Mutter-Kind Beziehung, Freundschaftsbeziehung, Beziehung zu Kollegen, zu Vorgesetzten, religiöse Verbindungen, Interessenverbände, Krankheitsgruppen – all das und noch viel mehr, sind einige Möglichkeiten.

 

Fazit:

Die Schere funktioniert am besten, je besser die Verbindung gleitet. Und die Verbindung gleitet am besten, je mehr Programme übereinstimmen oder kompatibel sind. In der Kirche heißt die Verbindung Glaube, in einer Facebookgruppe verbindet uns das Interesse oder in einer Selbsthilfegruppe die Krankheit.

 

Je mehr „Programmen“ wir im Laufe unseres Lebens auf die Spur kommen und sie damit für uns auflösen, desto weniger kompatibel werden wir mitunter in der jeweiligen Beziehung.

 

Es gibt da eine Menge Techniken, die die Menschen entwickelt haben, um diese Programme aufzulösen: Innere-Kind-Arbeit, Positives Denken, die Arbeit mit Glaubenssätzen, Kinesiologie, Psychotherapie, Timeline und was weiß ich nicht noch alles. All das sind Werkzeuge der Selbstreflektion.

 

Und ja, manchmal bringt so etwas auch echt Erleichterung, sonst hätte es das auch nie gegeben.

Die Menschen waren schon immer bemüht zu helfen, auch wenn das meist getrübt war, durch die im Hintergrund unerkannt laufenden Programme, des Eigennutzes.

Den Frieden hat es uns letztlich nicht gebracht.

Sondern das Gegenteil. Den Höhepunkt der Dualität sozusagen.

 

Dazu müssen wir nur einmal den verschmutzten, ausgeräuberten Zustand der Erde anschauen oder beispielsweise auch den Dschungel der Medizin. Er ist durchzogen von Programmen, die nicht der Liebe entspringen können, weil sie selbst aus Verflechtungen entstanden sind, die nicht in erster Linie das Wohl der Menschen im Sinn haben können.

Verflechtungen, die wir auch nie im Leben überblicken könnten, berücksichtigt man auch noch die, im Nebel versunkenen, gesetzten Ursachen anderer Inkarnationen.

 

Der Verstand heilt keine Wunden. Aber er es trotzdem nützlich, weil er erkennen kann, dass er als Führer bislang nichts taugte. Aber dazu bedarf es einer nüchternen Bestandsaufnahme.

Und diese Einsicht kann helfen, etwas Neues auszuprobieren.

 

Etwas, dessen Richtigkeit ich nur fühlen, aber nicht erklären kann – weil sie gegen so ziemlich alle angelernten und laufenden Programme Amok läuft.

Zumindest am Anfang und auch nur dann, wenn die Arbeit an Programmen bislang verweigert wurde.

 

Dieses Neue ist für mich: Die Generalamnestie – zurück in die Unschuld.

Sie läutet eine neue Ära der Einheit ein, indem sie dieses komplexe Verwurschtel unserer Programme einfach auflöst. Es ist das, worauf ich immer gewartet habe. Und es ist so leicht, dass es Jeder anwenden kann. Sofort. Bedingungslos.

(c) Claudia Scherreiks

 

Dieser Text ist Teil eines Buches an dem ich gerade schreibe. Erfahrungen mit der Generalamnestie.

 

Das Handbuch von Nane Gisela Busse zur Generalamnestie „Generalamnestie – zurück in die Unschuld“ könnt ihr inzwischen überall im Handel kaufen.

 

Wenn mein Buch erscheint, setzte ich den Link auch hier rein. Und bis dahin, werde ich die ein oder andere Erfahrung mit der Generalamnestie noch hier auf meinem Blog mit euch teilen.

Wenn es dich anspricht, dann schau einfach ab und zu hier in meinem Blog rein oder befreundel dich mit mir bei Facebook. Denn dort teile ich dann immer alle neuen Texte und du erfährst dann automatisch, wenn es Neuigkeiten gibt.

Würd mich freuen.

 

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