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Beziehung in der neuen Zeit - 3 - Die Sache mit den Erwartungen

Seit ich Beziehungen habe, kam an erster Stelle immer die Erwartung.

Schon als Kind lernte ich schnell, dass es schmerzfreier war, diese Erwartungen zu erfüllen.

Ich war deshalb immer ein liebes Kind – naja, von ein paar Ausnahmen jetzt mal abgesehen.

Diese Ausnahmen waren meistens Impulse aus meinem Inneren, denen ich folgte ohne nachzudenken und vor allem: ohne Angst zu haben.

Ich begriff aber schnell, dass es mitunter auch wehtat Impulsen zu folgen.

Wie beispielsweise - als ich als 6 jährige, dem Impuls folgte, mitsamt gleichaltriger Freundin - auf das Flachdach eines mehrstöckigen Hauses zu klettern, um dort „Familie“ zu spielen, mit Kochecke, Schlafzimmer und Wohnzimmer. Ja, Familie spielen, war schon immer gefährlich.

Die Konsequenz für mich: erst als der Holzkleiderbügel an meinem Körper entzwei brach, ließ meine Mutter von mir ab.

Vielleicht machte mir Familie spielen deshalb keinen so großen Spaß mehr...

 

Denn irgendwie zog ich immer Partner an, die irgendwie unerreichbar waren. Ich führte auch immer Fernbeziehungen. Dabei sehnte ich mich gleichzeitig auch immer nach einer Wohngemeinschaft. Eine Gemeinschaft die teilt, aber doch – je nach Bedarf - Rückzug und damit einen Raum für Ruhe gewährt.

 

Mich haben meine Beziehungen immer aufgefressen. Entweder wurde ich gefressen, oder ich versuchte den anderen zu fressen. Vielleicht kommt daher der Ausspruch: Ich habe dich zum Fressen gern?!

Hinter diesem Gefressen werden steckt die Energie von Erwartung oder Anpassung an diese Erwartung. Und es tut jedesmal wieder weh.

 

Meine momentane Beziehung ist beides: Wir fressen uns gegenseitig auf. Immer wenn ich mich anpasse und dabei schreie, weil ich sehe, wie wieder ein Stück von mir dabei verlorengeht, mucke ich auf. Und dieses Aufmucken fordert ein anderes Verhalten vom Gegenüber ein.

Und es ist nicht minder zum Schreien, wenn ich dann sehe, wie sich die Partnerin verbiegt, um jetzt irgendwie meine Erwartungen, die ich eingefordert hatte, zu erfüllen.

Das ist ein Tauziehen ohne Ende. Und hat vor allem nichts mit Liebe zu tun.

 

Eine Beziehung muss eben passen. Und es kann durchaus passieren, dass sie irgendwann nicht mehr passt. Nämlich immer dann, wenn alles aufgedeckt wurde, was es aufzudecken gab. Wenn Gefühle durch sie ans Tageslicht kommen durften, welche sonst nur die Dunkelheit kannten und somit erlöst wurden. Also immer dann, wenn die Arbeit getan ist.

 

Und jetzt wird’s spannend!

Was kann man tun, wenn jetzt im Hintergrund noch alte Programme laufen, die einen Menschen daran hindern, dem inneren Impuls zu folgen, sich zu trennen?

Wir erinnern uns: als Kind hatten wir gelernt, das es wehtun kann, wenn man Impulsen folgt.

Und diese Erinnerung aus der Kindheit ist nicht das einzige Programm.

 

Berücksichtigt man jetzt auch noch die Altlasten früherer Inkarnationen, entsteht ein undurchschaubares Geflecht von Programmen, welche bislang nur mit viel Mühe und Innenarbeit – über Jahrtausende - auflösbar war.

Nur um gleichzeitig, immer wieder neue Programme zu erschaffen. Eine Endlosspirale, geprägt von einer schmerzhaften Vergangenheit, die ihre Angstschatten in die Zukunft wirft, und dadurch festhält.

 

Lasst mich erzählen, wie es mir erging und was ich tat.

Letzten Oktober hatte ich mich getrennt von meiner Partnerin. Es war ein innerer Impuls und ich folgte ihm.

3 Wochen litt ich Höllenqualen. Was ich wusste war: das waren nicht nur meine Gefühle, sondern es war vor allem der Trennungsschmerz meiner Partnerin, den ich fühlen konnte.

Nach 3 Wochen kam ein neuer Impuls.

Der Schmerz hörte auf. Im Inneren lächelte ich und Frieden überkam mich.

Ich rief meine Partnerin an. Nach einer Stunde war sie bei mir und wir augenblicklich wieder ein Paar. So als wäre nix gewesen.

 

Aktuell  - seit nun 3 Wochen - (welch ein Zufall) haben wir uns wieder nicht gesehen.

Eigentlich sehen wir uns ja jedes Wochenende.

Aber ständig sprach ich meinen Impulsen folgend aus, dass ich sie nicht sehen könnte, dass ich Ruhe bräuchte. Und heute kam ein neuer Impuls: das Aussprechen der Trennung.

 

Was ist nun anders?

Letzten Oktober kannte ich die Generalamnestie noch nicht. Und auch nicht die EINE KRAFT. Sie waren ja auch noch nicht verfügbar.

 

Die Einladung dieser Energien in mein Leben, haben nicht nur meine  (und kollektiven)  alten Programme der Dualität aufgelöst, sondern neue Programme in der Qualität der Einheit in meinem Leben bereitgestellt.

Mir kommt es gerade so vor, als hätte ich den Schmerz im letzten Oktober nur erlebt, damit ich euch heute den Unterschied erklären kann.

Morgen sehe ich meine Partnerin. Ich habe um ein Gespräch gebeten und lade zum Essen ein.

Morgen spreche ich es aus. Ich werde berichten welche Gefühle auftauchen und wie ich damit umgehe.

(c) Claudia Scherreiks

 

 

Dieser Text ist Teil eines Buches an dem ich gerade schreibe. Erfahrungen mit der Generalamnestie.

 

Das Handbuch von Nane Gisela Busse zur Generalamnestie „Generalamnestie – zurück in die Unschuld“ könnt ihr inzwischen überall im Handel kaufen.

 

Wenn mein Buch erscheint, setzte ich den Link auch hier rein. Und bis dahin, werde ich die ein oder andere Erfahrung mit der Generalamnestie noch hier auf meinem Blog mit euch teilen.

Wenn es dich anspricht, dann schau einfach ab und zu hier in meinem Blog rein oder befreundel dich mit mir bei Facebook. Denn dort teile ich dann immer alle neuen Texte und du erfährst dann automatisch, wenn es Neuigkeiten gibt.

Würd mich freuen.

 

 

 

 

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