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Beziehung in der neuen Zeit – 5 – Der Übergang

Im letzten Text schrieb ich über den Moment der Trennung.

Darüber, wie grotesk ich die Situation empfand, weil 2 völlig verschiedene Reaktionen

hervorgerufen wurden, bei 2 Menschen die ihre Partnerschaft beendeten.

 

Erleichterung bei der einen, Schmerz und Tränen bei der anderen.

Eine ehrliche Beleuchtung meiner Gefühle in der Zeit danach fehlt jetzt noch.

Und die Reaktionen aus dem Umfeld gehören auch mit rein, weil auch sie den Übergang beschreiben. Aber dafür gibt’s einen neuen Text.

Irgendwie tat mir die Situation am Anfang einfach schrecklich leid!

Denn ich möchte keinen Schmerz auslösen. Es ist einfach unangenehm, wenn man Dinge tut, die man für richtig hält, bei denen man aber im voraus schon weiß, dass es dem anderen danach nicht gut gehen kann, weil er die Dinge anders sieht und die Handlungen nicht wirklich nachvollziehen kann.

Und das ist genau das Neue. Es ist so neu, dass es auch nie alt werden wird, weil es die Vergangenheit ablegt, während es weitergeht.

Das möchte ich noch genauer erklären. Unser Leben ist ja vor allem auf Erfahrung aufgebaut, deshalb wollen wir vor allem die Dinge tun, die wir angenehm finden und versuchen gleichfalls alle Dinge zu meiden, die uns einmal weh getan haben.

Und darin sind wir gefangen, weil wir die Vergangenheit als Grundlage nehmen, für unser Handeln jetzt. So war es bislang.

 

Die neue Zeit jetzt, funktioniert anders. Sie löst zuerst die Vergangenheit auf. Alles. Jeder Impuls den wir haben, jede Emotion oder jeder Gedanke der aufkommt und der nicht Liebe oder Freude ist, entspringt der Vergangenheit.

Und jeder Schmerz den ich jetzt fühle, hat einen Bezug zur Vergangenheit.

Mit dem Schmerz löst sich auch die Ursache der Vergangenheit auf.

D.h.: da ich immer weniger Grundlagen aus der Vergangenheit habe, kommt dadurch automatisch immer mehr das Jetzt zum Vorschein. Geht ja gar nicht anders.

 

Immer wenn ich nun aus dem Jetzt heraus handele, also Impulsen folge, die nicht einer „Schmerzvermeidungsstrategie“ der Vergangenheit folgen – sondern die direkt aus dem Herzen kommen - dann sind das Gelegenheiten für mich, wieder ein paar Zippel schmerzhafter Vergangenheit aufzulösen.

Auch meine partnerschaftliche Trennung ist gerade so eine Gelegenheit. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger.

 

Denn ich hatte gut zu tun!

Zuerst fühlte ich mich einfach nur glücklich und erleichtert, das beschrieb ich ja schon.

Mitleid und Mitgefühl meldeten sich dann, dies löste Schuldgefühle aus.

Dann war da Ohnmacht, Traurigkeit und Wut darüber, dass es keinen anderen Weg gibt, der die „Trennung“ hätte vermeiden können.

Hier spürte ich dann doch nochmal mein Festhalten wollen wieder und die Angst alleine zu sein.

Ich hielt alles der Generalamnestie und der Einen Kraft hin.

Dann bin ich gefallen.

Es fühlt sich immer ein bisschen an wie im „Flug“ zu sein, weil der gewohnte Boden unter den Füssen fehlt.

Dann kann ich mich nirgendwo festhalten, verliere sogar meinen inneren Halt für einen Augenblick.

Und ich weiß dann auch für einen Moment nix mehr. Ist alles wech!

Auch die Klarheit und der Frieden.

Ich weiß dann immer nur eines (und das reicht): Das geht vorbei, das gehört dazu und bald geht es dir besser.

Sobald ich wieder gelandet bin, kommt die Klarheit zurück. Und der Frieden ist wieder ein Stückchen tiefer.

 

Und das schafft eine neue Erfahrungsgrundlage: ich bin immer sicher, egal wie es sich gerade anfühlt und welche Impulse auch kommen mögen.

Zum Glück bin ich in diesen Zeiten nicht alleine.

Es ist echt hilfreich, dass es die Generalamnestie Gruppe bei Facebook gibt und die Menschen darin!

Da kann man dann einfach auch mal offen über seine Belastungen sprechen und wird liebevoll aufgefangen.

(c) Claudia Scherreiks

 

 

 

Dieser Text ist Teil eines Buches an dem ich gerade schreibe. Erfahrungen mit der Generalamnestie.

 

Das Handbuch von Nane Gisela Busse zur Generalamnestie „Generalamnestie – zurück in die Unschuld“ könnt ihr inzwischen überall im Handel kaufen.

 

Wenn mein Buch erscheint, setzte ich den Link auch hier rein. Und bis dahin, werde ich die ein oder andere Erfahrung mit der Generalamnestie noch hier auf meinem Blog mit euch teilen.

Wenn es dich anspricht, dann schau einfach ab und zu hier in meinem Blog rein oder befreundel dich mit mir bei Facebook. Denn dort teile ich dann immer alle neuen Texte und du erfährst dann automatisch, wenn es Neuigkeiten gibt.

Würd mich freuen.

 

 

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