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Beziehung in der neuen Zeit - 9 - Wissen und Bewusstsein

Als mir bewusst wurde, dass ich bis vor kurzem versucht habe, meine innere Leere durch das A u ß e n zu füllen, war das vor allem sehr ernüchternd.

Zumal ich ja längst davon ausging, da inzwischen drüber zu stehen, denn immerhin „wusste“ ich schon seit Jahren, dass das so ist, das es keinen Sinn macht und das es weh tut.

 

Es gibt einen Unterschied zwischen Wissen und Bewusstsein.

Wissen ist das, was mir hilft hier in der Welt zurechtzukommen. Es ist durchaus nützlich, aber - und das darf dabei nicht vergessen werden - immer auch den Gesetzen der Dualität (also Schmerz auslösend) verpflichtet.

Bewusstsein ist das, was die Wahrheit dahinter begreifen kann und deshalb frei machen kann von dem „Wissenmüssen“. Und es ist von Liebe und Vertrauen motiviert.

Wissenmüssen“ hingegen ist angstmotiviert. Und das ist auch sehr gut erkennbar, wenn wir diese Welt einmal objektiv betrachten. Z.B. mit ihrem Schul- und Wirtschaftssystem: immer ist dieser Ausdruck mit der Angst verbunden, nicht genug zu leisten, zu wissen oder das Wissen wieder verlieren zu können und damit weder „schlau“ genug zu sein, um in ihr überleben zu können noch „es wert“ zu sein, um in ihr leben zu dürfen.

Selbst vor der Perversität, ungeborene Kinder auf „Mängel“ hin zu durchleuchten, um sie dann ggf. abzutreiben, weil sie der „Leistungsnorm“ unserer Gesellschaft nicht entsprechen, wird ja nicht Halt gemacht.

 

Die Wahrheit, die nun immer deutlicher zum Vorschein kommt, präsentiert sich da als sehr einfach.

Sie hat auch weder was mit schwärmerischem Liebesgesäusel zu tun noch mit den theatralischen Höhenflügen, wie sie gelegentlich in der esoterisch/ religiösen Szene zum Ausdruck kommen.

 

Ich erlebe die Wahrheit vor allem als Klarheit. Nüchtern, konkret und ohne viel Palaver.

Und ja, da ist Liebe. Sie durchdringt alles, gibt den Boden und ich empfinde sie als Frieden, als Lächeln und als tiefe Geborgenheit. Sie nimmt mich mit – so wie ich bin. Auch wenn ich in ihrer Präsenz manchmal weinen muss, weil sie so überwältigend ist. Da gibt’s nichts, was das verurteilen würde.

 

Uups! Jetzt bin ich echt überrascht. Denn eigentlich wollte ich über „Schubladen“ schreiben und darüber wie sie uns persönlich und auch kollektiv an unsere Abhängigkeiten binden.

Und nun ist was ganz anderes dabei rausgekommen. Dann ist Schubladen vielleicht das nächste Thema. Egal.

 

So ist das, wenn man aus dem Jetzt heraus schreibt. Und es hat viel mit dem zu tun worüber ich gerade schreibe:

Aus dem Repertoire von angeeignetem Wissen zu schreiben, braucht Planung, Vorbereitung und ein Konzept. Und oft ist die Angst dahinter spürbar, denn „Wissenmüssen“ entspringt ja der Dualität. Deshalb wird sie von der Angst begleitet: dann haben wir Angst davor etwas übersehen zu haben, etwas falsch zu machen oder vielleicht eine Prüfung nicht zu bestehen.

Prüfungsangst! War überhaupt immer mein Thema. Ohne sie, hätte ich das ein oder andere Zertifkat mehr...

 

Das Bewusstsein arbeitet anders. Und sieht vor allem die Frage hinter der Frage. Es kann also das Bedürfnis sehen, welches der Mensch tatsächlich mit seiner Frage zum Ausdruck bringt.

Deshalb kann das Bewusstsein richtig antworten, ohne inhaltlich auf die Frage selbst eingehen zu müssen.

 

Ein konkretes Beispiel:

Neulich, als ich mal wieder im Nebel watete, fragte ich eine gute Freundin, woran ich eigentlich erkennen kann, wann ich abhängig bin (also meine innere Leere durch äußere Dinge stopfe) und wann nicht.

 

Schauen wir uns die Frage einmal an:

Die Frage selbst entspringt der Angst. Solche angstbesetzten Fragen erkennt man immer gut daran, dass sie versuchen „Kontrolle“ über irgendetwas zu bekommen.

Wie hier bei mir: „Wie kann ich kontrollieren, dass ich das richtige tue?“

Denn dieses „Bedürfnis“ brachte ich tatsächlich mit meiner Frage zum Ausdruck und kann aus der Perspektive des Bewusstseins auch klar gesehen werden.

 

Deshalb gibt es auf solche Fragen auch nur eine „vernünftige“ Antwort.

Eine, die inhaltlich zwar ins Leere laufen lässt (und den kleinen Willi dadurch manchmal echt zur Weißglut bringen kann), aber eine, die vor allem auch einen Perspektivwechsel ermöglicht: Von dem Mangel in die Fülle. Diese Antwort ist (immer wieder!): „Ist das wichtig?“

Nee. Ist es nicht. Denn die Antwort würde nur mein Ego füttern. Und das braucht es ja nun nicht mehr.

 

Und was hat das alles jetzt mit der Generalamnestie zu tun?

Die Generalamnestie fördert, erleichtert und beschleunigt den Übergang von Angst in Liebe. Mit allem was dazu gehört. Also auch vom angstbesetzten "Wissenmüssen" hin zum "von-Liebe-getragenem" Bewusstsein.

(c) Claudia Scherreiks

 

 

Dieser Text ist Teil eines Buches an dem ich gerade schreibe. Erfahrungen mit der Generalamnestie.

 

Das Handbuch von Nane Gisela Busse zur Generalamnestie „Generalamnestie – zurück in die Unschuld“ könnt ihr inzwischen überall im Handel kaufen.

 

Wenn mein Buch erscheint, setzte ich den Link auch hier rein. Und bis dahin, werde ich die ein oder andere Erfahrung mit der Generalamnestie noch hier auf meinem Blog mit euch teilen.

Wenn es dich anspricht, dann schau einfach ab und zu hier in meinem Blog rein oder befreundel dich mit mir bei Facebook. Denn dort teile ich dann immer alle neuen Texte und du erfährst dann automatisch, wenn es Neuigkeiten gibt.

Würd mich freuen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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