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Beziehung in der neuen Zeit – 13 – Erziehung

Ich veröffentliche meine Texte ja immer parallel und zeitgleich bei Facebook. Eine FB Freundin schrieb zum Thema Bewertungen des letzten Kapitels, dass es dann ja sein könnte, dass wir Menschen aus dem SEIN herausholen, durch unsere einfache und übliche Fragestellung: „Wie geht es dir?“

Daran habe ich natürlich auch schon gedacht und mich im nach hinein auch an eine Begebenheit mit einem Kind erinnert, welches ich ihr schilderte und kurz darauf auch den Impuls hatte, dies als eigenständiges Kapitel unbedingt mit ins Buch zu nehmen.

Ich schilderte ihr: “Ich war mit einem Kind zusammen. Ich hockte vor ihm weil es mich kurz vorher gebeten hat, die Jacke zu schliessen. Dann entstand für einen kurzen Moment ein Raum, der kein Sprechen brauchte. Fürs Ego fühlt sich das jedenfalls unangenehm an. Dieser Moment, wo wir beide uns also gegenüberstanden und die Stille in diesem Raum erlebten und irgendwie auch darin verharrten, weil es gut tat, zuckte mein Ego aus und fragte: "Wie geht es dir?"

Das fühlte sich jetzt echt unangenehm an. Für mich und das Kind.

Und das was ich später mit mir erlebte (und in Kapitel 12 beschrieb), konnte ich jetzt von außen beim Kind erleben: erst Verwirrtheit und eine Pause so als ob es die Frage nicht verstehen würde. Dann war sichtbar, dass er sich wie nach einer kalten Dusche "aufgeweckt" fühlte und antwortete "gut". Das diese Antwort "automatisch" kam, konnte ich sehen.

Das ist schon komisch, dass Erziehung aber genau dieses "automatisierte Verhalten" jeden Tag von den Kindern erwartet. So nach dem Motto: "Antworte gefälligst, wenn ich mit dir Rede!"

Erziehung ist aus dieser Perspektive echt gewalttätig und müsste daher völlig neu verstanden und praktiziert werden. Es schüttelt mich gerade...“

 

Die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern ist eine sehr chancenreiche Beziehung.

Für den Erwachsenen. In der neuen Zeit, wird er lernen können, dass weniger „Erziehung“ für ihn als Erwachsenen vor allen Dingen bedeutet, nix zu tun – und für sich lernen den Raum zu halten, in dem sich das Kind liebevoll erfahren kann. Und zwar nicht, weil der Erwachsene ihm etwas beibringt, sondern weil ihm das Kind etwas von dem zeigt, was es noch viel selbstverständlicher als „ liebevollen Flow“ in sich hat. Dazu gehört z.B. das freie Spielen.

Also ein Spiel spielen zu dürfen, ohne dass der Erzieher ihm sagt, wie es zu spielen hat.

Darüber wurde in letzter Zeit auch schon viel geschrieben und das ist gut so, weil es der neuen Zeit immerhin entgegenkommt.

 

Dieses Thema Erziehung ist so wichtig, dass es hier sicher noch mehr Beispiele braucht, um darzulegen, was wir Erwachsene zur Zeit noch alles so vermurksen. Da spielen auch alle andere bereits erwähnten Themen rein, wie z.B. unsere Schubladen-Denkweisen, Abhängigkeiten, aber vor allem unsere unreflektierten Konditionierungen.

Es wird daher ein extra Buch dazu geben: „Erziehung in der neuen Zeit“ – in der ich alle erlebten Beispiele etwas genauer beleuchten kann, damit klarer wird, wie alles zusammenwirkt und wie hilfreich auch hier die Generalamnestie und die Kräfte der Einheit sind.

 

Erziehung wird sich also auch ändern dürfen, damit ein liebevolles Miteinander möglich ist.

(c) Claudia Scherreiks

 

Dieser Text ist Teil eines Buches an dem ich gerade schreibe. Erfahrungen mit der Generalamnestie.

Das Handbuch von Nane Gisela Busse zur Generalamnestie „Generalamnestie – zurück in die Unschuld“ könnt ihr inzwischen überall im Handel kaufen.

Wenn mein Buch erscheint, setzte ich den Link auch hier rein. Und bis dahin, werde ich die ein oder andere Erfahrung mit der Generalamnestie noch hier auf meinem Blog mit euch teilen.

 

Wenn es dich anspricht, dann schau einfach ab und zu hier in meinem Blog rein oder befreundel dich mit mir bei Facebook. Denn dort teile ich dann immer alle neuen Texte und du erfährst dann automatisch, wenn es Neuigkeiten gibt.

Würd mich freuen.

 

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