Die Generalamnestie – Abschlussgedanken

Der Nussknacker hat seinen Dienst vollbracht. In mir, in allem.

Alle Themen wurden nun aufgebrochen, gesehen, vieles aufgelöst und die Grundenergien neu sortiert.

Als ich Anfang letzten Jahres das erste mal mit der Generalamnestie in Kontakt kam, war da Skepsis, Angst, Widerstand und: Liebe.

Mein Kokon war schon soweit aufgebrochen, dass das Licht hereinkam und ich mit allem was mir an Wissen, Erfahrung und Gespür zur Verfügung stand, zu hinterfragen suchte.

(Hier der Blogartikel dazu.)

 

In gewisser Weise ein Kampf. So wie immer. Denn Hinterfragen ist der schwierigere Weg. Glaube ich zumindest. Aber es ist mir auch egal. Vergleichen hat mir noch nie was gebracht.

Ich wünschte nur manchmal, ich könnte einfach die Tür zu meinem Herzen immer ganz weit aufmachen und pfeifend und lachend durch die Welt gehen.

Und irgendwie mache ich das ja auch. Auf meine Weise eben.

Durch Ehrlichkeit und Offenheit.

Und die frische Luft die durch die offene Tür da gleich mit rein kommt, heilt auch die Wunden, die da noch sind. Waren. Und vorher, da muss immer noch das Pflaster wieder wech. Mit einem Ruck.

 

Dann brauche ich zwischendurch immer mal Atempausen. Rückzug. Sitze auf dem Boden und halte meine Knie fest. Im verdunkeltem Zimmer am liebsten. Verliere für einen Moment die Orientierung vor Schmerz. Alles was ich dann noch weiß ist: Atmen, leben: der Schmerz geht wieder vorbei.

Und so ist es dann auch. Siehste: Ich lache schon wieder.

 

Gibt es ein Fazit? Ich weiß nicht. Schon komisch über etwas zu schreiben, was alles aufgelöst hat, was mir mal was bedeutet hat. Naja, nicht alles. Nur das, was mir immer wieder weh tat.

 

Momentan bin ich einfach nur erschöpft. Fühle auch nix besonderes.

Da ist nur ein Grundtonus von: „Vorbei! Gott sei Dank!“

Und wenn es die Kraft erlaubt, dann freue ich mich auch auf das was kommt.

Aber nicht soweit im voraus bitte. So heute oder morgen. Das geht.

Und mehr braucht es auch nicht.

 

Wenn ich der Liebe ein Gesicht geben würde, ich würde das von Jesus nehmen.

Also, das was ich mir vorstelle, wie er aussieht.

Dieses Gesicht habe ich oft gesehen, in vielen Formen dessen, was ich für Liebe hielt.

Und es ist mir am liebsten geworden.

Und er hat mir auch verziehen, dass ich sein Gesicht dafür brauche.

Also nicht er, sondern die Liebe. Obwohl: sie war mir auch nie böse deswegen. Ich dachte es aber.

 

Das heißt jetzt nicht, dass ich wieder in die Kirche gehe.

Es heißt für mich – das ich wieder Frieden gefunden habe. Oder er mich.

Ich hoffe nur, er bleibt diesmal ein bisschen länger.

Aber ich halte ihn auch nicht fest. Er macht sowieso was er will. Und das ist gut so.

 

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